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Auszeit in Sankt Peter-Ording

9. Oktober 2015
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Einfach mal raus. Sich den Wind um die Ohren pusten lassen. Der Sonne entgegen blinzeln. Muscheln sammeln und die Zehen ins Watt stecken. Genau danach war uns am vergangenen Wochenende. Ein Mini-Kurztrip, der einen schnöden Sonntag zu einem Erlebnis macht, die Batterien auflädt und in Ninas Fall sogar den wohlverdienten Urlaub einläutet. Also eine Hand voll Mädels geschnappt, Bananenbrot im Gepäck, Spotify-Playlist auf Anschlag und ab auf die Autobahn – Richtung Sankt Peter-Ording und einen Tag am Meer.

Friends, food & free time.

Ohne Stau und viel Verkehr ist man von Hamburg aus in circa 2 Stunden an seinem Ziel. Mit der richtigen Musik und Mädchengesprächen vergeht die Zeit aber wie im Flug. Wir hatten einen groben Plan, was auf unserer Tagesordnung stehen sollte, aber auch ohne jegliche To-Dos lässt sich ein ganzer Tag in Sankt Peter-Ording problemlos gestalten. Was wir wollten? Strand, lecker essen und die Sonne genießen. So simpel, so gut. Da Essen und Sonne aber auch in Hamburg problemlos möglich sind, sind wir vier Großstadtkinder zuerst zum Strand aufgebrochen. Mit dem Auto könnt ihr dort sogar recht nah am Wasser parken und zahlt nur eine geringe Kurabgabe, die saisonabhängig ist. Und dann heißt es: Durchatmen. Genießen. Zur Ruhe kommen.

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Ganz alleine werdet ihr nie am Strand sein, dafür ist Sankt Peter-Ording zu beliebt. Aber der Strand ist so weitläufig, dass lange Spaziergänge ohne Ellenbogengeschubse ohne Weiteres möglich sind. Wenn ihr Hundebesitzer seid, bringt euren Vierbeiner mit, aber denkt an die Leinenpflicht. Und wer sogar einen Drachen zuhause bewacht, kann ihn hier gefahrlos in die Lüfte bringen. Ihr möchtet nicht barfuß unterwegs sein? Dann solltet ihr an einigermaßen festes Schuhwerk denken (zumindest um diese Jahreszeit), denn von Zeit zu Zeit ist es notwendig, über einen Priel zu hüpfen.

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Recharge your batteries.

Sonne, Strand und Meer machen hungrig. Also laufen wir zurück zum Auto und fahren Richtung Südstrand und Wattenmeer. Dort wartet nämlich die Strandhütte auf uns. Wer zu faul ist, vom Parkplatz ca. 15 Minuten zum Restaurant zu laufen (Autos sind hier nämlich nicht mehr erlaubt), springt einfach direkt am Parkplatz in den Bus und lässt sich bequem bis vor die Tür kutschieren. Unsere Mägen knurren so laut, dass wir den herrlichen Blick aufs Watt erstmal links liegen lassen und uns direkt auf die Speisekarte stürzen. Die Karte ist recht übersichtlich und vor allem fleischlastig, vegetarische Alternativen sind aber kein Problem. Nur Veganer kommen hier leider nicht auf ihre Kosten. Wir entscheiden uns für Rote Beete Ravioli, den Strandhütten-Burger, Fish & Chips sowie das Entrecôte – und schweben im Himmel und später im Food-Koma.

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Aber wir wollen natürlich nicht auf unseren Stühlen versacken und das Wattenmeer nur von Weitem genießen. Also kugeln wir glücklich und vollgefuttert die Stufen der Strandhütte hinunter und machen einen Abstecher ins glibschige Nass. Unsere Frisuren sind bereits seit unserer Ankunft vom Wind zerstört, aber wer kümmert sich schon um sein Aussehen, wenn man wieder Kind sein darf und auf die Suche nach Wattwürmern gehen kann? Eben.

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I said hey hey hey St. Peter.

Mehr Meer geht nicht. Wir machen uns auf den Weg zurück zum Parkplatz und fahren Richtung Zentrum. Dort haben die kleinen Geschäfte auch am Sonntag geöffnet und es geht ziemlich trubelig zu. Hätten wir nicht noch ein weiteres Ziel im Auge, was fest auf unserer Agenda steht, würden wir glatt alle Pläne über Bord werfen und uns ein paar Crépes genehmigen (ja, wir haben vorhin erst gegessen, aber Nachtisch geht IMMER!). Stattdessen bummeln wir einmal kreuz und quer durch den Kern von Sankt Peter-Ording, checken die ansässigen Fashion Stores (naja) und begutachten die kleinen Cafés (schon besser), bis wir uns schlussendlich an der Promenade einfach platt auf den Weg und in die Sonne legen (himmlisch!).

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Sweets for my sweets.

Unsere Freundin Christine (und die geheime Reiseleitung des Tages) führt uns zum Abschluss in ein wahnsinnig süßes Café, welches sich allerdings nicht mehr in Sankt Peter-Ording, sondern im Vorort Tating befindet: das Schweizer Haus. Ihre Ankündigung, die Kuchen und Torten seien so groß wie Pizzastücke, winken wir am Morgen noch lächelnd beiseite. Bis wir dann vor der Auslage stehen und unseren Augen kaum trauen können. Selbst auf der Homepage wird es schon angekündigt:

Unsere Torten servieren wir in großen Stücken.

Ja aber hallo. Groß ist kein Ausdruck mehr. So geplättet, wie wir waren, müsst ihr jetzt allerdings mit dieser Beschreibung leben, denn vor lauter Staunen haben wir tatsächlich kein Foto der monströsen Leckereien gemacht. Shame on us! Aber wir können euch versichern: Es schmeckt großartig. Und wenn ihr so viel Glück habt wie wir, scheint die Sonne sogar noch um 16:30 Uhr und ihr könnt euren Milchkaffee im Biergarten genießen.

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Wer noch mehr Sankt Peter-Ording genießen möchte und vielleicht sogar ein ganzes Wochenende bleiben will, sollte sich mal schnell bei Hanna umschauen. Uns hat sie mit ihrem Artikel über die Zweite Heimat nämlich schon so angefixt, dass wir gerne bei nächster Gelegenheit 96 Stunden an der Nordsee verbringen möchten.

Wer von euch war selbst schon mal in Sankt Peter-Ording? Habt ihr noch weitere Insider-Tipps für uns, was wir bei unserem nächtsen Besuch unbedingt sehen/essen/machen müssen? Dann her damit! Denn wir sind wirklich angefixt!

Photo credits: (u. a.) Maria Mihaylova, Christine Behrendt

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