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Outfit: Hafenklänge

24. April 2016
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Mit meinen mittlerweile fast 30 Jahren (der Stichtag rückt unaufhaltsam näher) habe ich schon in so einigen großen und kleinen Städten der Bundesrepublik meine Zelte aufgeschlagen. Bis zum Studium verbrachte ich meine Zeit in meiner Heimatstadt, die „zwischen Osnabrück und Bielefeld liegt und der IC von Amsterdam nach Berlin fährt auch noch durch“ – diese Erklärung sorgt in den meisten Fällen für verständnisvolleres Nicken als das Kind beim Namen zu nennen. Nach einem Semester Pendler-Dasein verschlug es mich dann nach Osnabrück, machte für ein Praktikum einen 3-monatigen Zwischenstopp in Berlin, schloss den Bachelor in Niedersachsen ab und entschied, dass ich den Master in Bielefeld doch ziemlich langweilig fand. Also ging meine Reise weiter: Von Frankfurt nach München, bis ich schließlich 2012 in der Hansestadt aufschlug. Gekommen, um zu bleiben.

Tatsächlich habe ich an keiner der vorherigen Stationen bisher so lange verweilt, wie es nun in Hamburg der Fall ist. Seit über vier Jahren bin ich oben im Norden. Und ich wohne nicht nur hier. Das, was hier stattfindet, nennt sich Leben. Sicher, Frankfurt war großartig. München war wundervoll. Aber alles nur für den Moment. Für eine kurze Zeitspanne. Hamburg – das ist echt. Nach vier Wochen zwischen Alster und Elbe fühlte ich mich heimischer als nach vier Monaten zwischen Isar und Würm. Sicher, ich freue mich sehr auf das verlängerte Wochenende im Mai, was uns seit langem mal wieder nach Bayern führt. Aber das Heimkommen danach? Unbezahlbar.

Der Freihafen: Für Freibeuter, Freischwimmer, Freiheitsliebende.

Einer meiner liebsten Spots in Hamburg ist und bleibt das Gebiet rund um den Hafen. Mit Fisch- oder Franzbrötchen ausgestattet lässt es sich fabelhaft stundenlang dort aushalten und den Schiffen hinterherschauen. Wem der Trubel an den Landungsbrücken manchmal zu viel wird (Nein, auch wenn ihr weitere fünfzehn Minuten länger wartet, die Touristen werden NICHT weniger – NEIN, auch dann nicht, wenn es Bindfäden regnet), macht es so wie Nina, Brian und ich beim letzten Shootingtag, setzt sich ins Auto und fährt den Hamburgbesuchern davon. In Richtung Freihafen, wo Industriecharme auf steil aufragende Hafenkräne trifft und der Wind einem noch ein bisschen rauer um die Nase weht.

Und obwohl Hamburg Heimat ist – ein bisschen Fernweh kommt dann doch auf, wenn die Abendsonne mit aller Kraft versucht, die letzten Strahlen loszuwerden und im selben Moment das Horn des Kreuzfahrtschiffes ertönt, das sich auf die Reise begibt. Gott, ist das kitschig. Aber einfach herrlich-schön. Diese Hafenklänge – das Kreischen der Möwen, das Schwappen des Wassers an den Kai, die Schiffshörner – verschaffen mir eine Gänsehaut, jedes Mal. Und zwar eine mit Genuss.

A favorite outfit for a favorite place.

Wie ließe sich ein so magischer Ort (ich hör gleich mit dem Süßholzgeraspel auf, versprochen!) am besten erleben, wenn nicht in einem Outfit voller Lieblingsteile? Ohne Beanie und Umhängetasche bin ich selten unterwegs, besonders, wenn eine steife Brise die Haare noch mehr zerzaust als sonst. Und die Hände frei zu haben, ist nicht nur praktisch, um zwischendurch eins der besagten F-Brötchen zu naschen, sondern auch, um vor Nina mit dem Reflektor herumzuhüpfen. (Outfit Outtakes sind in Planung!) Die Bag konntet ihr, genau wie mein geliebtes Palmenblatt, schon vor ein paar Tagen hier auf dem Blog sehen. Dazu gibt es klassische schwarze Skinny Jeans und Chelsea Boots, die im Winter fast täglich ausgeführt wurden. Immerhin besitze ich jetzt welche, meine Suche dauerte jahrelang, falls ihr euch erinnert. Herzstück des Looks? Geometrische Strickliebe in Form des neuen Pullovers. Beim Durchblättern der ELLE auf der letzten Seite entdeckt, da dort die halbe Redaktion das gute Stück zu besitzen scheint. Im Sale bin ich zum Glück noch fündig geworden und trage ihn seitdem ständig. Auch wenn die Ärmel zu lang für mich sind und zweimal gekrempelt werden müssen.

Schlussendlich ist dieser Text das geworden: Eine Liebeserklärung an Hamburg. An seine Hafenklänge, Hafenimpressionen, Hafenromantik. Und irgendwie auch an dieses Outfit.

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Beanie – COS (ähnliche hier) | Pullover – & other stories (SALE!) | Hose – H&M (ähnliche hier) | Chelsea Boots – Kiomi via Zalon/Zalando | Crossbody Bag – Marc by Marc Jacobs via Stylebop (ähnliche hier) | Kette – Pilgrim via Amazon

Photo credit: Brian Ta

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2 Comments

  • Reply POTTlike 24. April 2016 at 10:38

    Was für coole Bilder!!! Toller Look, tolle Location und ein super symapthisches Motiv ;)

    • Reply Nori 9. Mai 2016 at 9:43

      Oh, ganz ganz herzlichen Dank für die lieben Worte, das freut mich riesig. :)

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