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Ciao Milano! Ein Abstecher nach Mailand

8. Juli 2016
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Mitte Juli haben Mutti und ich uns in den Flieger gesetzt und sind ins schöne Italien, genauer gesagt nach Mailand, geflogen. Die Reise war relativ spontan, kurz und komplett ungeplant. Die vier Tage in Mailand wollten wir vor allem damit verbringen, in Cafés zu sitzen, Menschen zu beobachten und dabei guten Cappuccino oder Espresso zu trinken. Natürlich haben wir uns auch einige der Sehenswürdigkeiten wie den Mailänder Dom oder das Castello Sforzesco angesehen, doch es genügte uns meist, diese von außen zu betrachten. Touristenmengen, da waren wir uns ziemlich einig, galt es zu vermeiden. Und so sind wir vor allem durch die schönen Gassen und Hinterhöfe Mailands geschlendert und haben uns abseits der Must-Sees ein Bild der Modemetropole gemach – natürlich inklusive ausgiebiger Cappuccino-Pausen!

Mailand

Einkaufen – fare la spesa

Direkt am ersten Tag hat es uns durch Zufall in eine der teuersten Straßen Mailands geführt, die via della spiga. Sehr unscheinbar liegt die schmale Straße zwischen den Häusern, allein ihr gepflegter Eindruck verrät, was für große Namen sich hinter den Schaufenstern verbirgen. Prada, Dior, Miu Miu, Gucci und immer so weiter. Nur ein Stückchen weiter geht es Richtung Domplatz und in die Einkaufsstraße des Proletariats. ;) Bis sich der ganze Luxus unter einem imposanten Dach in der Galleria Vittorio Emanuele II direkt neben dem Dom dann noch einmal wiederholt.

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Navigili

Die Nachmittage haben wir oft im Navigili Viertel verbracht, einer meiner liebsten Plätze. Entlang des Kanals befinden sich an beiden Seiten Bars, Cafés, Eisdielen und Restaurants. Die Stimmung ist sehr entspannt und das Umfeld dort sehr jung und stylish. Überall unterhalten Straßenkünstler und in unserem Falle sogar Artisten die vorbeiziehenden Menschen.

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Wohnen – abitare

Da Mailand sehr teuer ist, habe ich vorab viel recherchiert und sowohl Preise von Airbnb Wohnungen als auch von Hotels verglichen. Eine zentrale Lage war mir dabei besonders wichtig. Da die Nacht in einer Airbnb Wohnung meist so viel kostet wie eine Nacht im Hotel inkl. Frühstück, habe ich mich sehr schnell auf die Suche nach Hotels beschränkt. Das Hotel Sempione, in dem ich schließlich das Zimmer gebucht habe, ist von seiner Lage ein wirklicher Glücksgriff gewesen. Ausstattung und Komfort ließen allerdings zu wünschen übrig, was die günstigen 65€ pro Nacht dafür erklärt.

Mailand

Transport – trasporto

Mailand hat ein sehr gut ausgebautes Tram und Metronetz, doch da der Stadtkern sehr klein ist, kann man problemlos vieles einfach zu Fuß erreichen. Dennoch ist eine Fahrt mit der historischen Tram zu empfehlen. Tickets kauft man ganz einfach am Zeitungsstand oder Kiosk direkt an der Haltestelle. Das Ticket für eine einfache Fahrt kostet 1,50€ und gilt für 90 Minuten.

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Essen – mangiare

Frühstücken: Im Café Princi Bakery gibt es eine unglaublich große Auswahl an frisch zubereiteten Gebäckstücken, die in der angrenzenden Bäckerei zubereitet werden und einen vor der Glasvitrine vor die Qual der Wahl stellen. Außerdem gibt es zu einem angemessenen Preis ein kleines Frühstücksbuffet!

Mittag: In Italien isst man eher abends üppig und lässt sich mittags ein Panini schmecken. Wir haben es den Italienern gleich getan und uns mittags oft ein paar Kleinigkeiten wie Käse, Schinken und Crossinis aus dem Supermarkt geholt und uns damit in einen Park gesetzt.

Abendessen: In Italien wird sehr spät zu Abend gegessen und so öffnen viele Restaurants auch erst gegen 19-20 Uhr. Wen der Hunger davor schon packt, der hat in vielen Bars die Möglichkeit, ein Aperetivo zu sich zu nehmen. Eine Art Happy Hour, in der zu den Getränken eine Art Snackbuffet serviert wird. Zu abend gegessen haben wir in der Pizzeria Maruzzella. Da das Restaurant für Mailänder Verhältnisse sehr günstig, aber dennoch wirklich gut ist, sollte man hier pünktlich erscheinen, um das Schlangestehen für einen Tisch zu vermeiden.

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Castello Sforzesco

Nach dem Besuch in der Princi Bakery bietet sich ein Spaziergang zum Schloss an, welches ganz in der Nähe liegt. Das verhältnismäßig kleine Schloss beeindruckt vor allem durch den großen Garten, welcher wie ein Park zum Picknicken, Spielen und Sonnen genutzt wird.

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Insgesamt haben wir eine fantastische, entspannte und sonnige Zeit in Mailand erlebt und sahen die Vorurteile der hochnäsigen und kostspieligen Modemetropole in keinster Weise bestätigt. Die Mailänder sind jung und offen und in den meisten Fällen nicht besser gekleidet als in anderen europäischen Städten. Die Stadt beeindruckt durch eine Mischung von modernen und traditionellen Einflüssen. Auch vier Tage reichen vollkommen aus, um die schönsten Spots der Stadt abzuklappern. Für einen Kurztrip also das perfekte Ziel, finden Mama und ich!

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2 Comments

  • Reply Romaon 25. Juli 2016 at 11:57

    Danke für den Bericht. Endlich mal einer abseits der üblichen Dom/Van Gogh weiss der Geier was Sightseeing-Geschichten. Nun freu ich mich noch mehr auf Milano (dieses Weekend :-) )
    Grüsse
    Romano

    • Reply Nina 25. Juli 2016 at 14:38

      Lieber Romano,
      freut mich riesig zu hören, dass dir mein Bericht gefallen hat. Die typischen Sightseeingziele sind zwar auch sehr schön, die wahren Perlen findet man meist aber eher in den Nebenstraßen. Ich Wünsche dir eine tolle Zeit in Mailand!

      Liebe Grüße
      Nina

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