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Flashback Friday: October 2016

4. November 2016
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Tagebuch schreiben – in meiner Kindheit und frühen Teenager-Zeit war das eine wirklich coole Sache. Die meisten meiner Freundinnen hatten eins dieser putzigen Büchlein, teilweise sogar mit kleinem Vorhängeschloss, damit die darin festgehaltenen Geheimnisse auch wirklich geheim blieben: „Heute habe ich eine 4 in Mathe bekommen. Oma hat Yannic und mir Kartoffeln gekocht. Später gehen wir ins Kino, Leonardo DiCaprio, aaaaaah! PS: Ich glaube, ich bin in Philipp Martin Alex verliebt.“ So oder ähnlich füllten sich allmählich die Seiten, teilweise gespickt mit salzigen Tränen, Kussmündern oder flauschigen Tier-Stickern, die man zufällig noch irgendwo in der letzten Ecke rumfliegen hatte. Es wurde aufgeschrieben, was mich bewegte, was ich erlebt hatte, was ich gut fand, was mich sauer machte. Wenn die Freude (oder wahlweise die Wut) riesig waren, flossen die Wörter jeden Tag aufs Papier. Wenn ich Besseres zu tun hatte, vergingen auch mal ein paar schreibfreie Tage.

ninosy-flashback friday-selfie

When days go by and by, it’s time for a flashback.

Warum ich euch das erzähle? Weil ich für mich festgestellt habe, dass es die kurzen, persönlichen Updates, Recaps, Wochenrückblicke und Zusammenfassungen sind, die mich auf anderen Blogs immer am meisten fazinieren und die ich am liebsten lese. Eine kleine Prise Alltag, hineingeworfen in diesen Hochglanz-Blogger-Kosmos. Ich finde das herrlich erfrischend und spannender als die drölfte Designertasche in a row. Nina berichtet euch in ihrer Quick Week ja bereits jede Woche von ihren Highlights, Lieblingsartikeln im Netz und Neuzugängen im Kleiderschrank. Ich versuche mich mal, wie hier bereits angekündigt, an einer Variante im Vier-Wochen-Rhythmus: dem Flashback Friday.

Darin soll alles Platz finden, was mich im vergangenen Monat begeistert hat, was ich gelesen, gehört und angeschaut habe und wozu ich mir vielleicht auch vermehrt Gedanken gemacht habe. Also das von mir bei anderen so geliebte Alltags-Zeug. Vielleicht habt ihr ja Spaß am Lesen und kommt spätestens nächsten Monat zum zweiten Flashback Friday wieder? Ich bin auf jeden Fall hier. Die Tür ist offen!

[very good things]

Der Oktober ist ein guter Monat: Das Laub fängt an, in allen Herbstfarben zu leuchten, die Mantel-Saison ist offiziell eröffnet, Woche für Woche hagelt es Kürbis-Gerichte in der Kantine – und mein Geburtstag steht an. Dieses Jahr hab ich das dritte Jahrzehnt voll gemacht, meine Gedanken zu diesem geschichtsträchtigen Ereignis einmal hier für euch veröffentlicht und kann rückblickend sagen: War prima. Meine Freunde sind prima. Das Leben ist prima. 30 ist sowas von prima.

[bad stuff]

Wenn du völlig begeistert von einem Restaurant bist, dieses auch noch in deiner Nachbarschaft liegt, das Essen fantastisch schmeckt und du dich dazu entschließt, eine Geburtstagsfeier dort auszurichten – und dieser Laden dann weder auf E-Mails, Facebook-Nachrichten noch Anrufe reagiert. Aber freche Kommentare schreiben und anschließend löschen. Das kann er. Gut, ist immerhin auch was. So wie mit dem Brot und dem Schimmel.

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[on my mind]

Der geplante Mini-Relaunch von NINOSY. Viel soll sich nicht verändern, die größte Baustelle ist jedoch unser Logo, an dem wir uns mittlerweile etwas sattgesehen haben. Inspirationen werden fleißig auf Pinterest gesammelt und Nina, die coole Grafik-Sau, tüftelt auch schon fleißig am Entwurf. (Oder? ODER?) Unserem Theme bleiben wir weiterhin treu und drehen vielleicht höchstens an der einen oder anderen Ansichtsschraube. Neue Portraitbilder sind auch bereits gemacht. Kann also quasi losgehen. (ODER NINA???)

[what’s new in]

Ein ausführlicher Überblick über einige Neuzugänge der letzten Wochen, ja sogar Monate, folgt in den nächsten Tagen in Form der etwas eingeschlafenen Fab5. Was ich euch aber bereits heute nicht weiter vorenthalten möchte? Zwei meiner drei Kleiderkreisel-Fundstücke, auf die ich mächtig stolz bin. Die Tasche von Sandro Paris und der Schal von Acne Studios (der sich gerade noch beim Schneider und deshalb nicht auf dem Bild befindet; es waren Löcher drin! Fragt sich nur, ob von mir oder vom Vorbesitzer…) haben sich bereits ausführlich mit mir unters Volk gemischt, für die (nagelneuen!) Handschuhe von COS war es bisher zum Glück noch nicht kalt genug. Aber ihr wisst ja: Winter is coming.

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[love in the square]

Ich bin in den letzten Wochen und Monaten auf ein paar neue Fundstücke in unserer liebsten Foto-App gestoßen und komme natürlich nicht umhin, euch diese wunderbaren Accounts direkt mal aufs Butterbrot zu schmieren. Eine Runde Instagramlove – und go!

Die zauberhaftesten Illustrationen von allem, was auf Hamburgs Straßen so gesprochen und gehört wird, liefert Silvie auf love.kram. Seit ich die NEON nicht mehr lese, haben mir die „Deutschen Geschichten“ mit am meisten gefehlt. Hier gibt’s das Ganze in digital und aus der Perle.

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DIESE. FARBEN! Wem bei Tomas Account evsuvdo nicht in regelmäßigen Abständen das Wasser im Mund zusammenläuft, dem kann ich auch nicht weiterhelfen.

ninosy-flashback friday-evsuvdo

 

Wenn es ein Account schafft, eine ganz besondere Stimmung zu schaffen und mit jedem, wirklich jedem einzelnen Bild den Betrachter zu inspirieren, hat er meine volle Aufmerksamkeit. Meine volle Bewunderung. Saskia ist so ein Zaubermädchen. Taucht mal ein in ihre Welt auf oh_hedwig.

ninosy-flashback friday-oh-hedwig

[omg outfits]

Diese drei Ladies haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Muss ich neidlos anerkennen. Und umso mehr bewundern. (Und ja, ich habe eine Schwäche für Rosa, Puderfarben und Crossbody Bags.)

Cozy #ootd for an autumn stroll through rainy, but beautiful Munich ♡ #hellomunich #autumnmood #citylove #friyay #happyweekend

A photo posted by Marie Schöniger (@glitter_everywhere) on

[currently craving for]

This, this, this and that.

[watch]

Wir hängen mit „House of Cards“ wahnsinnig hinterher; als letztens der Trailer für die vierte Staffel auf Sky (ja, wir sind ein Haushalt ohne Netflix, shame on us) lief, war ich irritiert, wie weiß Frank Underwoods Haarpracht auf einmal schimmert. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass wir endlich über Staffel 2 hinauskommen sollten. Außerdem für sehenswert erachtet: Den Münchner Tatort „Die Wahrheit“ vom 23.10. Nach langer Tatort-Abstinenz gleich mal eine gelungene Folge. Wer ihn verpasst hat, schaut ihn sich einfach bis zum 22.11. noch in der Mediathek an.

[listen]

Da ich textsicher werden muss – am 17.11. geht’s auf’s Konzert in der Hamburger Sporthalle – läuft das aktuelle Bastille Album gerade bei Spotify rauf und runter. Meine bisherigen Highlights: „Good grief“, „Blame“ und „Send them off!“. Tickets gibt’s übrigens noch hier, vielleicht sehen wir uns ja?

[read and repeat]

… vol. 1

Rein in die Manege, der Fashionzirkus hat geöffnet: So ähnlich denke ich mittlerweile fast jeden zweiten Tag. Das Konsumrad dreht sich immer schneller, Schuh- und Kleiderschränke von sogenannten ‚high luxury influencers‘ platzen aus allen Nähten und die halbe Welt feiert diese Art von Lifestyle. Mir persönlich ist das zu viel geworden. Bin bewusst einen Schritt zurück gerudert, habe meine sowieso schon spärliche Garderobe weiter ausgemistet und bei den gängigen Instagram-Accounts auf „Entfolgen“ geklickt. Die Inspiration ist für mich vollkommen flöten gegangen, ich bin raus. Over and out. Aber: Nicht nur mir geht es so. Auch Linda und Caro haben, genau wie Leo, ihr ganz persönliches Fazit gezogen und ich unterstreiche jedes einzelne Wort, jeden einzelnen Gedanken.

… vol. 2

Brüste! Busen! Boobs! Hupen! Titten! Glocken! Es gibt so viele – nette genauso wie weniger nette – Wörter für unsere beiden Kumpels, die wir Frauen täglich mit uns spazierentragen und, anatomisch ausgedrückt, unser sekundäres Geschlechtsmerkmal beschreiben. So viel dazu. Warum wir im Jahr 2016 (in Worten: ZWEITAUSENDSECHZEHN) tatsächlich noch darüber diskutieren, ob diese mal mehr, mal weniger gezeigt, oder mal mehr, mal weniger verhüllt sein dürfen-müssen-können-sollen, lässt mich wie ein Wackeldackel sprachlos und minutenlang kopfschüttelnd zurück. Was früher „Ich mach irgendwas mit Medien“ war, lautet heute „Ich mach irgendwie sowas wie Feminismus“. Angekommen in den Köpfen ist davon noch lange nichts. Lina hat zu diesem Thema einen grandios geschriebenen Post rausgehauen, der (leider!) auf persönlichen Erfahrungen beruht. Durchlesen! (Auch die Diskussion in den Kommentaren.)

… vol. 3

A propos Kommentare! Die Sache mit den Sozialen Netzwerken ist die: Sie sind nicht sozial. Nicht mehr. Wo früher vielleicht noch begeistert Fotos von der letzten Party und Urlaubseindrücke geteilt wurden, wo man sich gegenseitig auf dem neuesten Stand hielt und miteinander vernetzte, ist heute zu einem Ort geworden, an dem schneller Schimpftiraden, Hater-Kommentare und erhobene Zeigefinger losgelassen werden, als man auf „Aktualisieren“ klicken kann. Menschlichkeit oder auch mein nach wie vor geliebter Leitsatz „Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, hält man schlicht und einfach den Mund“ sind oftmals fehl am Platz. Maddie hat darum auf ihrem Blog und weiteren sozialen Kanälen die Kommentarfunktion bis auf weiteres ausgeschaltet: ein mutiger, wichtiger und in meinen Augen auch richtiger Schritt. Man kann es nicht allen recht machen. Aber sich selbst. Und das ist das Allerwichtigste.

[looking forward to]

CYPRUS! Oh ja, wir entfliehen dem vermutlich grauen und nasskalten November in Deutschland und flüchten für eine Woche Richtung Zypern. Ich hoffe auf die angekündigten 23°C, Ruhe, Entspannung, Zeit für liegengebliebene Bücher und Magazine sowie gutes Essen. Bis dahin versuche ich, noch ein paar Blogposts vorzubereiten, so dass das Macbook getrost zuhause bis zu meiner Rückkehr auf mich warten kann. Und jetzt brauche ich mal eure Hilfe: Wer war schon mal auf Zypern und kann mich mit unvergesslichen Insider-Tipps versorgen?

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Photo credit: Xochi Romero via Unsplash

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2 Comments

  • Reply leonie 7. November 2016 at 14:46

    Endlich kam ich zum lesen! Grandios, ich bin jetzt schon großer Flashback Friday Fan <3 Aber völlig verständlich, dass der Flashback Friday nur einmal monatlich kommt – da müssen ja Stunden drin stecken? Richtig richtig gut.

    Grüße in die Nachbarschaft,
    Leo

    • Reply Nori 23. November 2016 at 23:13

      Ach Liebes, tausend Dank für den lieben Kommentar und bitte entschuldige die späte Antwort – Urlaubsrückkehr-Chaos und der Alltagswahnsinn haben mich gerade voll im Griff!
      Aber es freut mich riesig, dass dir die neue Kategorie und der Beitrag so gut gefällt. Ich freu mich auch schon auf den nächsten, auch wenn tatsächlich einige Stunden Arbeit drin stecken. :)

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