Fashion Outfits

A Good Outfit Day

9. Februar 2017
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Bad Outfit Days

Kennt ihr das? Ihr geht morgens aus dem Haus und irgendwie fühlt sich da was nicht richtig an? Die Hose kneift, der Schuh scheuert oder das komplette Outfit gefällt nicht, weil aus Mangel an Zeit einfach aus dem Schrank gezogen. Es macht sich direkt ein Unwohlsein breit und legt sich auf die Stimmung. Ich nenne das einen Bad Outfit Day, auch verwandt mit dem Bad Hair Day und genau so ein Miesmacher. Sie kommen zwar immer seltener vor, da ich mich mittlerweile auf den Inhalt meines Kleiderschranks und meinen Geschmack bzw. gut funktionierende Kombis verlassen kann. Doch dann und wann überkommt mich doch das Bedürfnis, ein Teil, das ich in die hinterste Ecke des Schranks verbannt habe, wieder einmal hervorzuheben – wie z. B. die Fake-Lederleggins, die ich mir vor ein paar Jahren gekauft habe, ohne sie überhaupt anzuprobieren.

Im ersten Moment scheint sie ganz wunderbar zu passen und ich frage mich, warum ich sie so lange nicht getragen habe. Doch ab dem Zeitpunkt, an dem ich die Haustür verlasse, um den Bus zu bekommen, beginnt die Tortur. Ganz so, als wüsste sie, dass ich nun nicht mehr zurück kann. Langsam zieht sie sich das Bein hinunter, rutscht von den Hüftpolstern, beult an den Knien aus und ich bin den ganzen Tag damit beschäftigt, die Leggins wieder auf Position zu bringen und meinen Wutanfall zu unterdrücken.

Good Outfit Days

Es geht aber auch genauso anders herum. Tage, an denen man aus der Haustür spaziert und sich nicht nur pudelwohl in seinem Outfit fühlt, sondern auch ganz stylish. Hello Good Outfit Day! An solchen Tagen wirkt der Look wie ein Push fürs Selbstbewusstsein. Laute Schulklassen in der Bahn, das Toastbrot fällt auf die Nutella-Seite, die Kohlensäure im Wasserspender ist leer – alles kein Problem. Mit dem richtigen Outfit.

Zugegeben, es klingt ein wenig albern, dass Kleidung sich auf meine Stimmung auswirkt, aber sie ist tatsächlich eine kleine Alltagsstütze. Fühle ich mich selbst wohl in meiner Haut und in meiner Kleidung und habe ich das Gefühl, ein gewisses Erscheinungsbild abzugeben, hat das auch Auswirkungen auf mein Auftreten. Eine ziemlich wichtige Erkenntnis, die mir vor allem im Berufsleben sehr weiter geholfen hat. Bewerbungsgespräche in hohen Schuhen, Kundentermine in engen, weißen Blusen? NOPE, funktioniert für mich einfach nicht. Ich käme mir verkleidet vor, würde mich unwohl und unsicher fühlen. Keine guten Voraussetzungen also, wenn man überzeugend wirken will.

Bin ich selbst zufrieden mit dem, was ich da trage, und fühle mich wohl, ist es sogar egal, wenn andere etwas auszusetzen haben: „Schöner Pulli, fehlt nur noch die Jogginghose!“ „Die Farbe der Handschuhe ist einfach grauenvoll…“ „Samtschuhe, ziemlich speziell, nicht mein Ding.“ Diese Kleidungsstücke haben einiges an Kritik einstecken müssen und trotzdem fühle ich mich pudelwohl in ihnen. Nur gut, dass mein Fotograf des Vertrauens direkt neben mir saß, als ich einen dieser Good Outfit Days hatte…

good outfit day

Mantel – H&M
Strumpfhose – ähnliche hier
Schuhe – Zara
Jeans – asos
Pullover – H&M
Tasche – & other Stories

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Photo Credits: Brian Ta

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