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Outfit: Ein Sommerkleid im Kornfeld

17. August 2017
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Ich liebe diese Tage, an denen man ohne etwas Bestimmtes zu suchen durch die Läden schlendert und sich ganz darauf einlassen kann, was so an den Ständern hängt. Der Kopf ist frei, man ist gelassen und lässt sich von den schönen Dingen dort inspirieren. Solche Tage sind dazu gemacht, mal etwas Neues auszuprobieren, zu etwas zu greifen, was man sonst nie trägt und einfach mal drauf los zu probieren.

Sommerkleid

Von Visionen in der Umkleide.

So kam ich also an das rote Sommerkleid mit Blumenmuster, den ausgestellten Ärmeln und weitem Schnitt. Das strahlende Orange-Rot hatte es mir angetan, allerdings vermutete ich, dass der gerade, weite Schnitt mir nicht schmeicheln würde. Doch der ausgelassenen Stimmung sei dank, durfte es mit in die Kabine. Ich zog es über und es fühlte sich so luftig leicht nach Sommer an, dass ich mich vor meinem geistigen Auge schon inmitten eines Kornfelds stehen sah. Nach so einer Vision war es unmöglich, es zurück an die Stange zu hängen. In meinem Kopf hatte sich das perfekte Bild manifestiert: ich, das Kleid, Gerste, Sonnenuntergang, Windstille.

Sommerkleid

Die Umsetzung machte mir allerdings Gedanken. Fangen wir mit mir an: Ich hatte das Motiv im Kopf, würde ja aber nicht selbst hinter der Kamera stehen, ebenso wenig mein Haus- und Hoffotograf Brian, dem ich in der Angelegenheit blind vertraue. Den Auslöser betätigen würde Mama, die von Kameraeinstellungen genauso viel versteht wie ich vom Dressurreiten, die immer eine bessere Motividee hat, welche aber konträr zu meiner ist und die sowieso nicht versteht, warum das Ganze im Feld und nicht inmitten oder auf einem ihrer drei wunderschönen Pferde stattfindet.

Sommerkleid – H&M | Mules – H&M | Sonnenbrille – Ernstlings Family

Sommerkleid

Von dem einen Sommerkleid im Kornfeld.

Dann noch die Sache mit dem Kornfeld (Achtung, es folgt Landwirtschafts-Dirty-Talk!): Es sollte nicht irgendeins sein. Nein, ich wollte ein Gerstenfeld, mit langen Grannen an den Ähren (die langen Härchen am Kopf der Pflanze). Leider fanden sich in unmittelbarer Nähe nur Triticalefelder, eine Kreuzung aus Weizen und Roggen und mit kürzeren Grannen. Ich musste also einen Kompromiss eingehen. Und weil die Ernte vor der Tür stand und die Mähdrescher schon das eine oder andere Rapsfeld leergeputzt hatten, spielte auch noch die Zeit eine nicht unerhebliche Rolle.

SommerkleidZu guter Letzt das Wetter. Ein Thema, das ich hier sicher niemandem erklären muss, wir alle kennen das Problem mit dem „Sommer“.

Es war also ein Zusammenspiel vieler einzelner Faktoren, die es Anfang letzter Woche ermöglichten, dass ich mein Bild im Sonnenuntergang vor der Getreidekulisse bekam. Ganz spontan habe ich mich um 19.45 Uhr vor einer neuen Folge Game of Thrones in mein Kleid geschmissen, Mama gerufen und wir sind mit Kamera bewaffnet und unter Zeitdruck zum Nachbarfeld gestapft, um die schöne Abendsonne auszunutzen. Und dabei ein großes Kompliment an meine Fotografin Mama – ihr findet sie allerdings weder auf Instagram, Twitter noch Facebook, sorry! Besonders den Detailschuss mit der Hand im Fokus hatte ich die ganze Zeit im Kopf und bin mehr als happy mit dem Ergebnis. Was sagt ihr zum Look, zu den Bildern und überhaupt?SommerkleidSommerkleidSommerkleidSommerkleid

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2 Comments

  • Reply Amelie 20. August 2017 at 8:24

    Deine Mama macht einen tollen Job hinter der Kamera, großes Lob an sie! :)

    Ich kenne diese Problematik des Fotografierens gut und so weiß ich auch, dass es nicht immer so einen erfreuliches Ende findet wie in diesem Fall. Ich habe schon so manches frustrierendes Shooting (oder auch abgebrochenes Shooting) erlebt, entweder die passende Location nicht gefunden oder diese war im falschen Licht oder die Farben vom Outfit passten nicht zum Hintergrund, die Kamera spielte nicht mit, die ausgemalten Posen und Einstellungen sahen irgendwie so gar nicht elegant aus, etc. xD.

    Jaja so ist das manchmal …

    LG, Amelie

    • Reply Nina 24. August 2017 at 11:14

      Ich weiß genau was du meinst, an manchen Tagen ist einfach der Wurm drin und man geht mit leeren Händen aber voller Speicherkarte nach Haus. Grrr!

      Liebe Grüße
      Nina

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