Personal

1000 Fragen an mich selbst #2

28. September 2018
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Freitag. Quasi mit einem Fuß im Wochenende. Spätestens jetzt seufzen viele erleichtert auf: Endlich! Und wenn wir mal intensiver drüber nachdenken, ist doch genau das eigentlich sehr traurig. Dass nur noch auf die zwei Tage mit S am Anfang hingearbeitet wird. Denn nur da findet scheinbar das Leben statt. Von Montag bis Freitag macht man… ja, was eigentlich? Existieren? Atmen, essen, schlafen? Die Lebensfreude hat zumindest scheinbar sehr häufig Pause und verzieht sich grummelnd bis zum Freitagnachmittag. Aber dann! Beschwingten Schrittes und mit einem Lächeln auf den Lippen erzählt man sich von seinen Wochenendplänen. Nur um dieses fröhliche Gefühl zwei Abende später wieder hochkant in die Tonne zu werfen und missmutig auf die vor einem liegenden fünf Tage zu blicken. Nee. Also, da könnt ihr doch sagen was ihr wollt, aber: Cool ist das nicht.

Freitag, Fragen, Freiheit.

Ich nehme mich da ja selbst nicht von aus. Wirklich nicht. Montags mutiere ich eher häufig als selten zu Grumpy Cat, dabei habe ich liebe Kollegen und Kolleginnen, die mir die kommenden Tage versüßen. Und doch ist da jedes Mal dieser kurze Stich in der Magen-, wahlweise Herzgegend ob der verlorenen Freiheit, zu tun und lassen was man will. Denn am Wochenende werden Existenzfragen von A nach B geschoben, Luftschlösser gebaut und „Was wäre, wenn…“ gespielt. Mit absoluter Regelmäßigkeit. Nur um zum Wochenbeginn wieder zurück ins Hamsterrad zu klettern und dem noch vor einem Tag vorhandenen Mut nachzutrauern. Dabei müsste, könnte, sollte man einfach mal.

Zu den ersten 20 Fragen an mich selbst kommt ihr übrigens hier, heute gibt’s Nachschub – pünktlich zum Wochenende, pünktlich zum Sich-einfach-mal-selbst-Gedanken-machen.

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1000 Fragen an mich selbst: Vol. 2

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Was ich gerne sagen würde: Nein. Was ich dennoch sagen muss: Ja. Ich bin ein Mensch, der stets auf Harmonie bedacht ist, schlechte Stimmung ertrage ich nicht und viel zu oft suche ich Fehler und Gründe bei mir, nur um den Haussegen wieder gerade zu biegen. Was totaler Quatsch ist. Zum Glück lerne ich gerade sehr, nicht zu oft nach links und rechts zu schauen, sondern mich viel häufiger auf die wichtigste Person zu konzentrieren: mich.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Die Morgenstunden, denn wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, bin ich dann am produktivsten, kreativsten und besonders motiviert. Auch wenn das Weckerklingeln niemals zu meinen Lieblingsgeräuschen gehören wird. Aber ich schätze es auch (besonders jetzt im Herbst), am frühen Abend mit einem Lieblingsmagazin ins Bett zu gehen und noch einige Stunden ruhige Freizeit zu haben, bevor die Augen zufallen.

23. Kannst du gut kochen?

Klare Frage, klare Antwort: NEIN! Und trotzdem habe ich eine Schwäche für schöne Kochbücher und tolle Rezepte auf Pinterest.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?

Ich mag die Aufbruchsstimmung und die sprießenden Energien des Frühlings, brauche die Temperaturen jenseits der 26 °C des Sommers und liebe die einsetzende Ruhe und Gemütlichkeit sowie die Farben des Herbstes. Nur der Winter, der kann mir sowas von gestohlen bleiben.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?

Vergangenen Sonntag, was sowohl den Tatsachen geschuldet war, dass mich meine Erkältung immer noch nicht ganz losgelassen hatte und dass mein Pyjama einfach zu gemütlich war.

26. Warst du ein glückliches Kind?

Eine der Fragen, die so schwierig zu beantworten sind und die hier 1. den Rahmen sprengen würde und 2. einfach wahnsinnig persönlich und emotional ist. Da ich viele Erinnerungen aus meiner Kindheit und Jugend komplett aus meinem Kopf gelöscht habe – und nein, ich weiß nicht wie und warum, aber mir fehlen einfach unzählige Geschichten von früher – und das Thema Familie ein eher komplexes bei uns ist, schweige ich an dieser Stelle einfach mal und mache mir selbst am Sonntag mehr Gedanken dazu.

27. Kaufst du oft Blumen?

Mehr Pflanzen als Blumen, aber ja! Hier muss es immer grünen und blühen.

28. Welchen Traum hast du?

Ich möchte gerne, ohne Wenn und Aber, irgendwann sagen können: Ich bin zufrieden. Und zwar mit genau dem, wie es jetzt ist.

29. In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt?

Schnell mal im Kopf nachgerechnet und über die Antwort selbst total erstaunt: Neun Elternhäuser/WGs/Studentenwohnheime und Wohnungen waren es bisher.

30. Welches Laster hast du?

Das letzte Jahr und meine Teilnahme an Weight Watchers haben mir gezeigt, dass mein vermeintliches Laster Süßigkeiten gar kein so großes ist. Darauf konnte ich tatsächlich recht gut verzichten. (Zugegeben, aktuell kämpfe ich wieder stärker mit den Verführungen von Zucker und Co.) Was mir aber wirklich schwer fällt? Zu Pizza Nein zu sagen. Ich meine, kommt schon… MIT KÄSE IM RAND?! <3

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Challenging my inner art historian: einen Kunstband zu Frida Kahlo.

32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?

Weil ich a) in Kupfer meine wirkliche Haarfarbe gefunden habe und weiß, dass sie mir steht. Weil ich b) einen Pony trage seit ich 16 bin und meine hohe Stirn nie wieder jemandem zeigen möchte. Weil ich c) unsicher bin, ob wir beim nächsten Mal nicht einfach wieder einen Bob draus machen und das mit dem Langzüchten sein lassen.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?

Aber sowas von.

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?

Weniger, als ich gerne hätte aber genug, um im Hier und Jetzt Dinge machen zu können, die mir Freude bereiten.

35. In welchen Laden gehst du gerne?

Ich stöbere extrem gerne in der stories! Buchhandlung bei mir in der Nachbarschaft. Da wächst die Wunschliste dann jedes Mal in Sekundenschnelle.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

Wenn ich gerade wieder Punkte zähle: Zuckerfreie Cola. Wenn ich drauf pfeife: Gin Tonic.

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?

Das Timing für den perfekten polnischen Abgang hab ich immer noch nicht so raus, aber meistens bin ich sowieso die erste die gähnt. Also ja.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?

Die Frage ist gerade eher: Mit welcher nicht? Ich habe so viele Interessen, bin so schnell und leicht zu begeistern, dass es viel schwieriger ist, mich mal zu bremsen und zu sagen: „Stopp, überleg erstmal und denk den Gedanken in Ruhe weiter.“ Und selbst wenn der Businessplan schon geschrieben wäre, Logo und Co. fertig in der Schublade lägen und die Sache zum Greifen nahe scheint – so schnell würde ich davon nicht erzählen.

39. Willst du immer gewinnen?

Wenn euch eure Playstation-Controller lieb und teuer sind… JA!

40. Gehst du in die Kirche?

Nein. Dieses Jahr bin ich aus der Kirche ausgetreten und war auch die ganzen Jahre davor niemals freiwillig bei einem Gottesdienst. Wenn Hochzeiten und Taufen anstehen, drücke ich natürlich mit allen anderen Gästen auch die Kirchenbank, aber das Mitsingen oder Bekreuzigen lasse ich meistens ausfallen.

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