Personal

1000 Fragen an mich selbst #1

17. August 2018
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Der Cursor blinkt unaufhaltsam. Das Weiß der freien Fläche im Dashboard blendet beinahe in den Augen. Und der Knoten in der Brust macht wenig Anstalten, sich zu lockern.

Wie ist das, nach unendlich langen Tagen, in denen man sich nicht mal mehr um Benutzername und Passwort bemüht hat, wieder den LogIn-Button zu betätigen? Ein Wunder fast, dass ich überhaupt noch weiß, wie die URL lautet. Ja, das Gefühl ist seltsam. Geradezu beschissen möchte man sagen, eine Mischung aus Scham und Wut, garniert mit vielen Vorwürfen. Du hättest, du solltest, du müsstest. Du hättest diese Seite nicht so lange brach liegen lassen sollen. Du solltest dich schämen, dich in Gesprächen noch als Bloggerin zu bezeichnen. Du müsstest längst über deinen Schatten springen und wieder loslegen.

Leichter gesagt als getan. Denn mit was beginnt man eigentlich, wenn das Herzensprojekt reaktiviert werden soll? Die neuesten Fashion Trends interessieren mich schon lange nicht mehr. Tägliche Make-up-Routinen gibt’s aktuell nicht, weil Sommer. Von Outfitpostings fange ich gar nicht erst an… Also greife ich zu dem, was ich selbst bei anderen nach wie vor am liebsten lese: Etwas Persönliches, Alltägliches, vielleicht völlig Banales. Nicht ohne Grund mag ich die Beiträge/Blogs/Instagram-Accounts am liebsten, die mir ein buntes Sammelsurium der Person bieten, die hinter den Worten und Bildern steckt. Dieser Tagebuchcharakter, das ist mein GZSZ von heute, meine persönliche Daily Soap.

Jede Menge Fragen, jede Menge Antworten.

Also starte ich meine Rückkehr zu NINOSY mit einer Reihe, die ich bereits auf anderen Blogs verschlungen habe – mit dem festen Vorsatz, mich so wieder zurück an die Tastatur zu kämpfen. 1000 Fragen an dich selbst. Entsprungen aus einem kleinen Büchlein des Magazins Flow, hat die liebe Johanna eine ganze Fragewelle auf zahlreichen Blogs losgetreten. Und für jemanden wie mich, die schon früher mit Vorliebe Psychotests in Bravo-Zeitschriften ausgefüllt hat, ist die Aussicht auf 1000 (!) Fragen natürlich eine wahre Goldgrube. Und weil man die natürlich nicht alle auf einmal beantworten kann, halte ich mich an das bewährte Rezept von Johanna und all den anderen: Immer 20 Fragen auf einmal. 20 x Nori in wohldosierten Häppchen.

Wer mir also verzeihen mag, dass es in den letzten Monaten nur auf Instagram regelmäßig von mir zu hören gab und jetzt Lust hat, sich gemeinsam mit mir ein bisschen besser selbst kennenzulernen, denen sei gesagt: Schön, dass ihr (wieder) da seid.

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1000 Fragen an mich selbst: Vol. 1

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Ein öffentliches Stadtfahrrad gemietet – Ende Juni im gemeinsamen Stockholm-Urlaub mit meiner Freundin. Tatsächlich habe ich das noch nie zuvor getan, denn ich liebe es, zu Fuß zu gehen. Spaziergänger 4 life!

2. Mit wem verstehst du dich am besten?

So lieb ich alle meine Freund*innen, meinen Partner und meinen Bruder habe: Ich bin mir selbst oftmals die liebste Gesellschaft und verstehe mich außerordentlich gut mit mir.

3. Worauf verwendest du viel Zeit?

Für ständige Gedankenexperimente (Was wäre, wenn…?). Luftschlösser bauen. Dem Gedanken darüber machen, ob alle zufrieden sind, Harmonie herrscht oder ich jemandem auf den Schlips getreten bin. And last but not least: Viel zu viel sinnloses Abhängen auf Instagram und Pinterest. VIEL ZU VIEL!

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Meistens meine eigenen. Ich gebe es zu: Ich halte mich für überaus witzig. Ohne einen richtigen, klassischen Witz zu kennen.

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?

Wenn ich mich im Job so sehr ärgere, dass mir vor lauter Wut Tränen kommen… ja, das ist mir dann unangenehm. Kam zum Glück erst ganz selten vor. Ansonsten lasse ich ihnen freien Lauf und weine hemmungslos bei Disneyfilmen, Merci-Werbespots und wenn die Habanero Chilis zu scharf waren.

6. Woraus besteht dein Frühstück?

Montag bis Freitag: eine Banane. Samstag und Sonntag: alles, was nicht von den anderen vorher gerettet wird! (Ich liebe Frühstücken, die Banane ist so ein Weight Watchers-Ding und auch nur dem Umstand geschuldet, dass ich morgens lieber noch ein paar Minuten länger schlafe, statt vor der Arbeit in Ruhe zu Hause zu frühstücken.)

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

Meinem Freund, ansonsten gibt’s in unserem Haushalt niemanden zum Küssen. :)

8. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?

Ein paar Äußerlichkeiten und die Angewohnheit, hochgradig neugierig zu sein.

9. Was machst du morgens als Erstes?

Augen auf, Wecker aus, Handy vom Ladekabel, Notifications überfliegen und mit dem Ding in der Hand ins Bad – Instagram wird während des Zähneputzens gecheckt. Etwas, woran ich dringend arbeiten möchte!

10. Kannst du gut vorlesen?

Ich konnte es auf jeden Fall mal! Jedem, der es hören will – und somit jetzt auch euch – erzähle ich stolz, dass ich damals in der Schule bei Vorlesewettbewerben teilgenommen und sogar mit Urkunden und Siegen nach Hause zurückgekehrt bin. Meine Spezialität: „Die unendliche Geschichte“ – und zwar mit unterschiedlichen Stimmen!

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Ich fürchte, der gute Weihnachtsmann war nie bei uns zu Gast, dafür aber das Christkind…?! Und weil ich leider ziemlich gut darin bin, Kindheitserinnerungen zu verdrängen, wüsste ich jetzt nicht mal einen ungefähren Zeitraum.

12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?

Ich sag’s mal so: Ein kleines, feines Ferienhäuschen, mit viel Sonnenlicht und ganz nah zum Strand – dafür würde ich mein Geld später mal sehr gerne ausgeben.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Oh, da gibt es sicher einige, aber zwei fallen mir auf Anhieb ein: Geduld und Entschlossenheit. Ich bin der ungeduldigste und unentschlossenste Mensch in meinem Umkreis. Und wenn es selbst mich schon nervt mag ich mir gar nicht vorstellen, wie sehr andere darunter zu leiden haben. ;)

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Seit dem Siegeszug des Buchwesens und diversen großartigen Erfindungen wie der des Internets schaue ich tatsächlich nur noch wenig fern. Bin ich alleine zu Hause könnt ihr sicher sein, dass die Glotze ausbleibt. Ist mein Freund zu Hause, schauen wir auch kaum noch das „normale“ TV-Programm, sondern weichen auf andere Angebote bei Sky oder Amazon Prime aus. Wenn ich also die letzte Serie benennen müsste, die wir dort geguckt haben und die mich echt begeistert hat, dann wäre es „Shameless“.

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

Im Oktober letzten Jahres waren mein Freund, zwei enge Freunde von uns und ich im Disneyland in Paris. Dieser Kurzurlaub zu viert war ganz ganz wunderbar und wenn ich jetzt noch die Videos vom finalen Feuerwerk vorm Disneyschloss sehe, kommen mir wieder die Tränen. (s. Frage 5!)

16. Wie alt möchtest du gern werden?

Da habe ich keine bestimmte Zahl im Kopf. Ich möchte so alt werden, dass ich mich selbst nachher zufrieden im Spiegel betrachte, voller Glück auf die zurückliegenden Jahre blicke und mir sagen kann: „Ich bereue nichts, ich würde alles wieder genau so machen, ich habe meine Zeit auf der Erde sinnvoll genutzt und das Beste draus gemacht – scheiße, war das geil.“

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

Ganz klar: Südafrika. Anfang des Jahres waren wir für 16 Tage an diesem magischen Fleckchen Erde. Seit ich 14 Jahre alt war, war mein größter Traum, das südlichste Land des afrikanischen Kontinents irgendwann zu bereisen. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, es war der bislang beste Urlaub aller Zeiten. Ich würde jederzeit zurück, denn natürlich waren die knapp zwei Wochen viel zu kurz…

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

So wie es unterschiedliche Lieben gibt, gibt es auch unterschiedliche Arten von Liebeskummer. Wenn ich jedoch an meinen letzten denke, der zum Glück schon sehr sehr weit zurückliegt, dann erinnere ich mich auch an physische Schmerzen: das Gefühl, nicht richtig atmen zu können, jede Faser deines Körpers voller Sehnsucht und Schmerz. Und dazu diese tiefe Traurigkeit, die mich häufig teilnahmslos aus dem Fenster hat starren lassen und mir nicht erlaubt hat, auch nur einen klaren Gedanken zu fassen.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Ja. Tatsächlich. Auch wenn mich mittlerweile fast jeder Nori nennt und ich mit der Kurzform bedeutend besser umgehen kann – da ich weiß, welche Namen meine Eltern damals noch zur Auswahl hatten, bin ich häufig enttäuscht gewesen, dass die Entscheidung für Norina gefallen ist. Lässt sich nun nicht ändern, also muss man das Beste draus machen. ;)

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Als es darum ging, den eigenen Willen zu erforschen und ich anfing, die Pläne, die man sich für die nächsten Jahre gemacht hat, zu hinterfragen. Und auch heute bin ich nicht frei von Selbstzweifeln. Ganz und gar nicht: Meistens treten sie auf den Plan, wenn es um berufliche Entscheidungen oder Disharmonie in meinem privaten Umfeld geht.

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